Angermünde muss sich an den Gutachterkosten zur Uckermarkleitung (380 kV) beteiligen

Veröffentlicht am 04.02.2010 in Ortsverein

SPD fordert Beteiligung an Gutachterkosten

Die Stadtverordnetenversammlung wird am 10. Februar über die finanzielle Beteiligung der Stadt an Gutachterkosten für die Uckermark-Freileitung beschließen, die die Bürgerinitiative "Biosphäre unter Strom" in Auftrag geben will. In den Fachausschüssen fand dieser Antrag bisher keine Mehrheit. Der SPD-Ortsverein positioniert sich dagegen ganz klar für eine finanzielle Beteiligung der Stadt.

"Wir halten das bisherige Abstimmungsergebnis für sehr unglücklich. Vor allem erstaunt uns, dass ausgerechnet die ländliche Wählergemeinschaft dagegen stimmte, weil vor allem Dörfer von der gigantischen Freileitung betroffen sein werden", erklärt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Thomas Bernstein. Außerdem widerspreche das den Bemühungen der Stadt um den Status "Staatlich anerkannter Erholungsort", wenn das Landschaftsbild durch riesige Strommasten beeinträchtigt wird und das Gesundheitsrisiko nicht abschätzbar ist. Auch andere Gemeinden, wie Eberswalde, wollen sich an den Gutachterkosten beteiligen. Für das Planfeststellungsverfahren, das im Frühjahr eröffnet werden soll, will die Bürgerinitiative Gutachten in Auftrag geben, um eine Trassenverlagerung bzw. teilweise Erdverkabelung im Biosphärenreservat bzw. in unmittelbarer Nähe von Wohnsiedlungen zu erreichen. Das naturschutzfachliche sowie ein Gutachten zum Landschaftseingriff werden von den Gutachtern kostenlos erstellt. Finanziert werden müssen jedoch Gutachten zur Gesundheitsbelastung sowie zur Dimensionierung des Netzes.

MOZ-Artikel vom Donnerstag, 04. Februar 2010